Geschichte

Ein kurzer Rückblick auf rund 50 Jahre Firmengeschichte.

  1. 16/05/1966 - Gründung als Industrie-Electronik Schmitz KG

    Die am 16. Mai 1966 gegründete Firma Industrie-Electronik Schmitz KG bezieht noch im selben Jahr neue Büroräume "An der Luiseneiche" in Kierspe. Die Männer der ersten Stunde um den Geschäftsführer Friedhelm Schmitz und seine Frau Charlotte sind Ludwig Valder - für Planung und Vertrieb - sowie Hans-Jürgen Mähnert, der Allrounder in allen technischen Fragen. Bis in das Jahr 1997 bleibt die Gründergeneration der Firma ies erhalten. Bereits in den ersten 12 Monaten nach Gründung werden weitere, heute langjährige Mitarbeiter eingestellt: Herr Bernd Winterhoff (im Unternehmen bis 2001), Herr Reinhard Maiß (im Unternehmen bis 2011) und Frau Trude Badrian (im Unternehmen bis 2006). Erstmals prangt auch das neu entworfene "Schmitz"-Logo auf den Eigenentwicklungen aus dem Hause ies.

  2. 01/01/1967 - Umzug in die Wehestrasse

    Im Jahre 1967 wird erstmals ein Standort gesucht, an dem auch die langsam anlaufende Entwicklung und Produktion von elektronischen Halbleitern, Baugruppen und Anlagen durchgeführt werden kann. Mit dem Umzug in die Kiersper Wehestrasse wächst die Anzahl der Mitarbeiter bis 1970 auf nunmehr 15. Die ersten Auslieferungen werden auch sorgfältig fotografisch dokumentiert und nicht ohne Stolz an die Auftraggeber - zum damaligen Zeitpunkt hauptsächlich Energieversorgungsunternehmen - ausgeliefert.

  3. 02/01/1970 - Entwicklung des kundenspezifischen PROMs 'U100M' mit der Firma Telefunken

    Der U100M ist einer der ersten programmierbaren Logikbausteine auf dem deutschen Halbleitermarkt, den die Firma Telefunken im Auftrag von ies zwischen 1970 und 1972 entwickelt und anschließend in Serie produziert. Für die Firma Telefunken ist dieser Baustein außerdem Namensgeber der überaus erfolgreichen U100-Produktfamilie. Mit seinen etwa 100 fest programmierten Gattern kann der Baustein für die Erfassung verschiedenster Störwerte verwendet werden und kommt ausschließlich auf den eigenen, von der Firma ies entwickelten Meldekarten zum Einsatz.

  4. 01/01/1975 - Umzug in die Friedrich-Ebert-Strasse

    Aus den Räumlichkeiten in der Wehestraße zieht die Firma ies im Jahre 1975 in die ehemaligen Verwaltungsgebäude von Kierspes vormals größtem Arbeitgeber, der Dr. Deisting GmbH & Co. KG. Aufgrund der stark sinkenden Nachfrage an Erzeugnissen aus dem allerersten, industriell einsetzbarem Kunststoff "Bakelit" muss die Firma Dr. Deisting im Jahre 1973 Konkurs anmelden, obwohl 1944 dort noch über 2.000 Mitarbeiter beschäftigt waren.

    In Fortsetzung der seit 1909 an diesem Standort lebendigen Industrietradition entwickelt, fertigt und vertreibt die Firma ies nun auf vorerst 600 m², später - nach einer Erweiterung der Betriebsfläche im Jahre 1987 - auf über 1.000 m² ihre Produkte. Der Umzug in das neue Betriebsgebäude ermöglicht der Firma außerdem, einen komplett neuen Produktbereich ins Leben zu rufen. Mit der Entwicklung von Systemen zur "Automatisierung von Zement-Produktionsanlagen" werden ab 1976 Anlagen auf dem gesamten Erdball mit modernster Steuerungs- und Überwachungstechnik ausgerüstet.

  5. 01/01/1977 - Entwicklung der ersten, frei programierbaren Steuerungsbaugruppe 'STK'

    Zur Automatisierung von Rohrpoststeuerungen entwickelt die Firma ies 1977 die erste, universell einsetzbare und frei programmierbare Steuerungsbaugruppe "STK". Mittels einer fest bestückten Schaltungslogik mit mehr als 200 Logikgattern und Schieberegistern sowie zusätzlich von Hand aufgebrachten, sogenannten Wrap-Verbindungen (auch "Wickeltechnik" genannt) können mit dieser damals neuartigen Technologie verschiedenste Steuerungsfunktionen in Hardware realisiert werden. Dank dieses äußerst innovativen Schaltungskonzepts können seither mit nur 8 unterschiedlichen Leiterkarten-Varianten weit über 100 verschiedene Funktionsbaugruppen aufgebaut und miteinander verschaltet werden. Darüber hinaus ist dieses Konzept ausgesprochen inbetriebnahme- und wartungsfreundlich. Überall auf der Welt können so mit dem passenden Werkzeug Schaltungen leicht aufgebaut, überprüft und modifiziert werden.

  6. 01/01/1978 - ies nimmt erste Zementproduktionsanlagen im Ausland in Betrieb

    Nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile auf den entlegensten Teilen des Erdballs ist das know-how aus Kierspe sehr gefragt. In Zusammenarbeit mit der Firma Polysius entwickelt die Firma ies ein durchgängiges und dem damaligen Stand der Technik weit überlegenes System zur Steuerung und Automatisierung von Zementproduktionsanlagen.

    Bis in die 90er Jahre hinein planen und fertigen die Ingenieure und Techniker aus Süd-Westfalen komplette Datenerfassungs- und Steuerungssysteme für die modernen Anlagen der späteren Thyssen-Krupp-Tochter aus Neu-Beckum und nehmen diese auch selber vor Ort in Betrieb. In diesem Zeitraum erarbeitet sich die Firma ies eine lange Liste von Referenzen auf der ganzen Welt, unter anderem in Mexiko, Argentinien, Spanien, Ungarn, Saudi-Arabien, Pakistan, Iran, Irak, Malaysia, Thailand, Korea, China, Vietnam und auf den Philippinen. Ein nicht unbertächtlicher Teil der Zementproduktion dieser Länder wurde und wird zum Teil immer noch mit den Anlagen aus dem Hause ies hergestellt.

  7. 01/01/1979 - Einsatz der ersten 8-bit Mikroprozessors in eigener Steuerungstechnik

    Die Entwicklung leistungsfähiger 8-bit CPUs erlaubt es seit Ende der 70er Jahre, erstmals Steuerungslogik auch in Hard- und Software zu implementieren.

    ies entwickelt 1979 auf Basis des 8-bit Mikroprozessors 8085 von Intel die neuartige Einschubkartenserie "BPU". Auf dem äußerst kompakten Europakartenformat von nur 100 x 160 mm² wird die komplette Rechner- und Speichereinheit realisiert, die über den hauseignen "B-Rückwandbus"-Standard mit einer ganzen Reihe von Ein-/Ausgabe-, Schnittstellen und Anpasskarten kommunizieren kann.

    Zur Programmierung der auf der BPU-Einschubkartenserie basierenden Anlagen wird Ende der 70er Jahre erstmals eine Software-Abteilung bei ies ins Leben gerufen.

    Die Anfang der 80er Jahre bei den Kunden von ies installierten Anlagen mit BPU Rechnertechnik haben zum Teil die Laufzeit von 25 Jahren bereits deutlich überschritten. ies pflegt und wartet bis zum heutigen Tag auf Basis dieser Technologie immer noch Industrieanlagen (Stand Anfang 2009).

  8. 01/01/1981 - Entwicklung des Steuer- und Leitsystems 'Polcid-DC'

    Parallel zu der von Siemens Anfang der 80er Jahre veröffentlichten AT96/ISA96-Busspezifikation entwickelt ies zeitgleich den ebenfalls auf VG-Leiste aufbauenden "SKP-16" Bus. Da beide Busse sich lediglich durch zwei gegeneinander vertauschte Signale unterscheiden, wird bis heute im Hause ies heiß - wenn auch nicht wirklich ernsthaft - die ungeklärte Frage diskutiert, wer hier wohl damals von wem "abgeschrieben" hat.

    Der "SKP-16" Bus ist wichtigster Bestandteil des Steuer- und Leitsystems "Polcid-DC" für die Zementindustrie. Als zentrale Rechnereinheit kommt die zum damaligen Zeitpunkt außergewöhnlich leistungsfähige PDP-Rechnerarchitektur der Firma Digital Equipment Corporation zum Einsatz. Diese sogenannten DEC-Rechner arbeiten erstmals mit einem 32-bit (LSI11) Datenbus, der über eine eigenentwickelte Interfacekarte an den ISA-ähnlichen SKP-16 Bus angeschlossen wird. Eine Steuerungsanlage in der Größe eines 19-Zoll Schranks kann somit mehr als 8.000 I/O Signale gleichzeitig einlesen und verarbeiten.

    Von den zum damaligen Zeitpunkt mit rund 10.000,- DM verhältnismäßig preiswerten PDP-11 Rechnersystemen liefert die Firma ies bis in das Jahr 1997 etwa 20-50 Geräte jährlich aus, jeweils als Kopfstation eingebettet in die Steuer- und Regelungsanlage eines 19-Zoll-Schranks.

  9. 01/07/1984 - Eintritt von Dr. Gerhard Steger als Technischer Leiter

    Zum 1. Juli 1984 tritt Dr. Gerhard Steger als Technischer Leiter in die Firma ies ein und ergänzt die Führungsmannschaft um den Gründer und Geschäftsführer Friedhelm Schmitz und Vertriebsleiter Ludwig Valder. Durch sein Know-how erfolgt die Entwicklung des eigenen zeitablauf-folgerichtigen Auswerte-Gate-Arrays "MPX" in Zusammenarbeit mit der österreichischen Niederlassung des aufstrebenden amerikanischen Chipherstellers Micron Technology Inc. Die auf Basis dieser Technologie entwickelten Störwertdrucker können in einem 19-Zoll-Schrank bis zu 4096 Störwertsignale mit einer Auflösung von einer Millisekunde und einem Mindest-Signalabstand von 128 Mikrosekunden zeitfolgerichtig auswerten.

  10. 01/01/1987 - Entwicklungsbeginn des eigenen Leiterkarten CAD-Systems 'microCAD'

    In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Bodo Jaeger in Schöffengrund bei Gießen entwickelt die Firma ies ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes, benutzerfreundliches und für die damalige Zeit technologisch einzigartiges CAD-System für Schaltbilderstellung, Layout-Entflechtung und Stücklistengenerierung.

    Die außergewöhnlichen Anforderungen an Auflösung und Geschwindigkeit der grafischen Darstellung führen sogar zur Entwicklung einer eigenen ISA-Bus-Grafikkarte zum Anschluss von bis zu 8 zusätzlichen 21-Zoll-Farbmonitoren. Erst das Entwicklungssystem "microCAD" ermöglicht es ies, ein breites Spektrum hochkomplexer und technisch ausgereifter Leiterkarten zu entflechten und über die kommenden Jahre ein sehr vielseitiges Produktportfolio für Steuer- und Regelungsaufgaben aufzubauen.

    Zur Sicherstellung einer langzeitigen Verfügbarkeit kundenspezifischer Elektronikbaugruppen ist "MicroCAD" bis zum heutigen Tage bei ies im Einsatz. Seit 2005 setzt ies jedoch vorrangig den "Altium Designer" für alle aktuellen Leiterkartenentwicklungen ein.

  11. 01/01/1991 - ies nimmt den ersten x86 Einplatinen-PC 'CPU1' in Betrieb

    Nachdem seit 1988 für Steuerungs- und Visualisierungsaufgaben bereits die ersten PCs zum Einsatz kommen, entschließt sich die Firma ies im Jahre 1990 zur Entwicklung eines eigenen Einplatinen-IPC im Doppel-Europakarten-Format. Dieser wird für den Einsatz als "Etagenrechner" in 19-Zoll-Magazinen gefertigt. Die so genannte "CPU1" betreibt einen 80386 Hauptprozessor von der Firma Intel mit einem Opti-Chipsatz und dem für damalige Verhältnisse üppigen Hauptspeicher.

    Die außergewöhnlich und auch unerwartet lange Entwicklungszeit von über einem Jahr wird im Herbst 1991 belohnt: Die Baugruppe bootet bereits zum Ende des ersten Inbetriebnahmetages vollständig hoch bis zum DOS-Prompt - eine in den simulationstools- und internetfreien Zeiten herausragende Entwicklungsleistung. Die Firma ies beschäftigt im Jahr 1991 bis zu 47 Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung, Fertigung, Konstruktion und Prüfung.

  12. 01/01/1993 - Einsatz des ersten embedded Rechnermoduls 'AT96-Sdisk1' der Firma JUMP

    Die schnelle Ablösung der 386DX Prozessorfamilie durch den schon deutlich leistungsfähigeren 486DX Prozessor Anfang der 90er Jahre lässt bei den verantwortlichen Entwicklern der Firma ies den Entschluß reifen, eine erneute x86 IPC Einplatinen-Entwicklung in Angriff zu nehmen. Vor allem jedoch die vormals unterschätzten Aufwendungen zur Sicherstellung der Langzeitverfügbarkeit eigenentwickelter Rechnerplatinen sowie die damals noch erheblich zeitaufwendigeren Vorarbeiten und Recherchen zur Entwicklung der Baugruppe forcieren die Suche nach einem Technologiepartner für diese Aufgabenstellung.

    Im Jahre 1993 testet ies daher erstmals die neuste Entwicklung des erst ein Jahr zuvor gegründeten Start-up-Unternehmens JUMP in Deggendorf - das Rechnermodul AT96-Sdisk1. Dieses Computermodul mit 486DX Prozessor kommt dann ab Ende 1993 auf der neuen CPU4 - der Nachfolgebaugruppe der Ende der 80er Jahre selbst entwickelten CPU1 mit 386DX Prozessor - zum Einsatz. Bereits im Jahre 1994 unterzeichnet ies ein Geheimhaltungs- und Partnerschaftsabkommen zur Vertiefung der technischen und strategischen Zusammenarbeit mit der Firma JUMP bei gegenseitiger Einsichtnahme in die betreffenden Entwicklungsunterlagen.

  13. 01/01/1995 - Entwicklung erster Feldbus-Koppelbaugruppen auf Basis des 'InterBus-S'

    Zur Öffnung des komplett eigenentwickelten Automatisierungssystems Polcid-DC entschliesst sich die Firma ies erstmals zum Einsatz neuartiger Feldbustechnologie. Unter Verwendung des intelligenten InterBus-S-Controllerbausteins "Supi II" der Firma Phoenix Contact konzipiert und realisiert ies kompakte Ankoppel-Baugruppen an den propriäteren SKP-16 Bus aus dem eigenen Hause - zunächst auf Doppel-Europakartenformat, später auch in InterBus-S Modultechnik. Auf allen ies InterBus-S-Koppelbaugruppen befindet sich auch immer ein 80186 Prozessor zur Vorverarbeitung und Übernahme von Steuer- und Regelungsaufgaben.

  14. 01/01/1997 - Übernahme der Geschäftsführung durch Dr.-Ing. Gerhard Steger und Katrin Schmitz

    Zum 1. Januar des Jahres 1997 übergibt der Firmengründer Friedhelm Schmitz (67) die Leitung der Geschäfte in die Hände der nächsten Generation. Seine Tochter Katrin Schmitz (28) übernimmt mit diesem Datum die kaufmännische, der bisherige Technische Leiter Dr.-Ing. Gerhard Steger (51) die technische Geschäftsführung der Firma ies. Mit dem Trend zur Dezentralisierung von Automatisierungslösungen sowie dem Ausbleiben neuer Projekte im Bereich Kraftwerkstechnik steigt außerdem die Notwendigkeit zur Erschließung neuer Märkte und Kundensegmente. Die Konzeptionierung und Realisierung des papierlosen Mehrfachschreibers 16PEM1 auf Basis der jetzt weit verbreiteten PC104 Technik schlägt dabei eine wichtige Brücke zur Weiterentwicklung der Einsatzmöglichkeiten von embedded Computermodulen der Firma JUMPtec.

  15. 01/04/2000 - Neuausrichtung der Firma ies als Lieferant von embedded Computertechnologien

    Mit Abschluss der bis zur Jahrtausendwende anstehenden Y2K-Problematik erlebt die Nachfrage nach den existierenden Automatisierungslösungen aus dem Hause ies Anfang 2000 einen spürbaren Einbruch. Die Definition neuer und technisch innovativer embedded Formfaktoren gibt jedoch dem Geschäftsbereich der kundenspezifischen Systementwicklungen unter Federführung der schnell aufstrebenden Firma JUMPtec in Deggendorf neue Impulse zur Realisierung bis dahin nicht für möglich gehaltener Rechnersysteme. Die Formfaktoren PISA, ETX und DIMM-PC aus dem Hause JUMPtec bieten hierbei eine bis dahin nicht bekannte Modularität und Flexibilität, die ies sich fortan in aktuellen Projekten zu Nutzen macht.

    Dr. Gerhard Steger entwickelt Strategie und Umsetzung dieses Konzepts unter anderem mit dem damaligen Vertriebsleiter der Firma JUMPtec, Horst Mattusch. Sein Sohn Martin Steger tritt zum 1. April 2000 in die Firma ies ein und kümmert sich von Anbeginn um die Entwicklung und Ausweitung des neu gegründeten Geschäftsbereiches "Embedded Computer Systeme". Noch im Herbst 2000 kann ies auf der elecronica in München ihr erstes ETX-Basisboard Design lauffähig vorstellen.

    Über Jahrzehnte war das Unternehmen als 'Firma Schmitz' im wachsenden Markt hochspezialisierter Automatisierungslösungen bekannt. Mit dem Aufbau des neuen Geschäftsbereiches etabliert Dr. Gerhard Steger von nun an das Synonym ies für die Neuausrichtung als OEM-Lieferant 'intelligenter embedded systeme'.

  16. 01/01/2002 - ies wird JUMPtec Distributor & ETX certified Partner

    Nach nunmehr 9 Jahren der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Firma JUMP / JUMPtec AG, die seit ihrem Börsengang und die Aufnahme im Nemax im Jahre 1999 eine rasante Entwicklungsgeschichte hingelegt und sich zum marktführenden Anbieter von embedded Computer Produkten in Deutschland entwickelt hat, vereinbaren der Vorstandsvorsitzende der JUMPtec AG, Heinz Iglhaut, und der Geschäftsführer der ies, Dr.-Ing. Gerhard Steger, einen Ausbau der partnerschaftlichen Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Firmen.

    ies wird ab dem 1.1.2002 offizieller "Distributor" für alle Produkte der Firma JUMPtec und erwirbt kurz darauf das Zertifikat als "ETX certified Partner" für die Computermodule des sich schnell ausbreitenden Formfaktors aus dem Hause JUMPtec. Am 16.4.2002 bekommt Martin Steger aus der Hand von Matthias Huber, Marketingleiter der JUMPtec AG in Deggendorf, eine der ersten "ETX Certified Partner Trophy" verliehen.

    Durch die Fusion der JUMPtec AG mit der ebenfalls am Neuen Markt börsennotierten Kontron AG Mitte 2002 erweitert ies kurz darauf sein Produktportfolio um eine Vielzahl neu hinzugekommener Produktbereiche und -technologien. Die aus der Fusion hervorgegangene "neue" Kontron AG ist von Anfang an unangefochtener Marktführer für Embedded Computer Produkte in Europa und schwingt sich dank ihrer Wachstums- und Innovationskraft bis zum Jahre 2006 zum Weltmarktführer für industrielle Computertechnik auf.

  17. 01/01/2004 - ies setzt erstmals den 'X-board' Formfaktor der Firma Kontron ein

    Einen besonderen Nutzen aus der Partnerschaft mit der Firma Kontron zieht ies durch die hohe Innovationskraft von Kontron im Bereich der embedded Computermodule, kurz auch COMs genannt. Beflügelt durch den unvergleichlichen Erfolg des ETX Formfaktors, an dessen Definition und Marktverbreitung die Firma JUMPtec AG - später Kontron Embedded Modules GmbH in Deggendorf - einen ganz entscheidenden Anteil hatte, übt Kontron weiterhin maßgeblichen Einfluß auf die Definition neuer embedded Computer Formfaktoren aus.

    Zwischen 2002 und 2005 führt Kontron die neuen offenen Standard X-boards JRex, JFlex, speedMOPS und ePanel in der eigenen Produktpalette ein und eröffnet somit seinen Partnern und Kunden völlig neuartige Möglichkeiten zur Entwicklung modernster embedded Computersysteme. Besonders der X-board Formfaktor ermöglicht es ies, von nun an vollwertige x86 Rechnersysteme in bisher nicht für möglich gehaltenen Abmessungen auf den Markt zu bringen. Mit der MB28 nimmt ies 2004 das erste Trägerboard auf Basis dieses Formfaktors in Betrieb und erschließt damit auch völlig neue Einsatzbereiche - wie im Falle der MB28 den Markt automotiver Rechnersysteme.

  18. 01/01/2005 - Intel verleiht ies den Kontron Sales-Partner Award für Pentium M Designs in 2004

    Zum jährlichen Treffen aller international autorisierten Sales-Partner der Firma Kontron im spanischen Fuengirola kann ies erneut seine wichtige Stellung als Systempartner für die allerneuesten Prozessortechnologien des Weltmarktführers unterstreichen. Eberhard Wüst von der Firma Intel verleiht ies die Auszeichnung als erfolgreichster Design-In Partner der Firma Kontron für die Pentium M mobile Prozessorgeneration. ies konnte im Jahre 2004 mehr CPUs dieser Baureihe verkaufen als jeder andere Sales Partner der Firma Kontron weltweit.

    Insbesondere die fortschrittlichen Möglichkeiten zur Entwicklung von Basisboards für ETX-PM Rechnermodule der Firma Kontron stellen einen entscheidenden Vorteil bei der Verbreitung der aktuellsten x86 Prozessortechnologien in embedded Computerapplikationen dar. Darüber hinaus steigt ies im Ranking der international umsatzstärksten Kontron Sales-Partner erstmals in Gruppe der Top-5 auf.

  19. 01/01/2007 - Erstmalige Integration des neuen 'COM express' Formfaktors

    Seit Anfang des Jahres 2007 setzen die Ingenieure der Firma ies erstmals auch Computermodule des aktuellsten Formfaktors aus dem Hause Kontron - "COM express" - für die Entwicklung eigener und kundenspezifischer Computerbaugruppen ein. Verzögert durch den Erfolg der ETX Technologie rückt dieser Formfaktor bei ies zuerst nur langsam für neue Projekte in den Focus.

    Die Alleinstellungsmerkmale der angebotenen Prozessorleistungen und Schnittstellen, z.B. PCIexpress x1 bis zu x16 und GBit Ethernet sowie die von Seiten unserer Kunden zunehmende Nachfrage nach diesen Leistungsmerkmalen münden in der Konzeption und Entwicklung des ersten ETXexpress Basisboards. Die ersten Rechnerboards dieser Technologie basieren vorerst noch auf den "Basic" Abmessungen 125 mm x 95 mm. Erst mit der Einführung der ersten COM express "Compact" Boards (95 mm x 95 mm) sowie des "nanoETXexpress" Formfaktors (55 mm x 84 mm) ist auch mit dieser Technologie eine weitere Miniaturisierung der angebotenen Rechnerlösungen möglich.

  20. 20/11/2008 - Generationenwechsel im Hause ies

    Am 20. November 2008 verstirbt nach schwerer Krankheit unser langjähriger und allseits hochgeschätzter Geschäftsführer Dr.-Ing. Gerhard Steger, viel zu früh im Alter von nur 63 Jahren. Seine Wirkens- und Schaffenskraft hat die Entwicklung der Firma ies in einer einmaligen und unvergesslichen Art und Weise nachhaltig geprägt und beeinflusst.

    Dr. Steger hat seit seiner Übernahme der Führungsverantwortung im Jahre 1997 die Firma ies von einem Spezialautomatisierer für Kraftwerks-, Verfahrens- und Emissionstechnik hin zu einem modern und breit aufgestellten Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für embedded Computer Rechnertechnologien umfassend und erfolgreich neu ausgerichtet. Neben der strategischen Umgestaltung der Geschäftsbereiche und Kernkompetenzen der Firma ies ist die Planung und Ausführung des Firmenneubaus in Meinerzhagen - im Angesicht der heimtückischen Erkrankung - eine seiner höchst beachtenswerten Lebensleistungen.

    Die Familie Steger und die gesamte Belegschaft der Firma ies blicken in großer Anerkennung und Dankbarkeit auf das beeindruckende Lebenswerk von Dr.-Ing. Gerhard Steger.

  21. 01/06/2009 - Umzug nach Meinerzhagen ins Gewerbegebiet 'Darmcher Grund'

    Der im zweiten Halbjahr 2008 errichtete Firmenneubau im Gewerbegebiet "Darmcher Grund" in Meinerzhagen wird mit seiner Fertigstellung am 1. Januar 2009 neuer Stammsitz der Firma ies. Nach über 55 Jahren Geschäftsbetrieb in Kierspe, dem nur 9 km entfernten Nachbarort, markiert die Verlegung der kompletten Geschäftstätigkeiten einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung der Firma ies. Die vollständig auf den Geschäftszweck ausgerichtete Immobilie bringt bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung aller Arbeitsabläufe und besonders eine spürbare Verbesserung der Arbeitsatmosphäre mit sich.

    Anfang 2009 vermerkt ies außerdem einen neuen Rekord - die Überschreitung der Zahl von 7.500 unterschiedlichen Baugruppenentwicklungen und -varianten seit der Gründung der Industrie-Electronik Schmitz KG im Jahre 1966. Mit der Eröffnung des ersten Vertriebsbüro Süd schafft ies außerdem ab September 2009 eine deutlich verbesserte Ausgangsbasis zur Betreuung Ihrer Kunden in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.

  22. 01/01/2010 - Deutliches Wachstum nach Überwindung der Weltwirtschaftskrise in 2009

    Nach dem von der Weltwirtschaftskrise und dem Abschluß der Arbeiten am Firmenneubau in Meinerzhagen geprägten Jahr 2009 weisen die Zahlen für das Jahr 2010 wieder einen ganz klaren Wachstumstrend auf. Mit einem Umsatzplus von 25 % im Jahr 2010 und einer auch im Jahre 2009 konstant gehaltenen Mitarbeiterzahl profitiert das Unternehmen von dem beständigen Kundenstamm und dem über Jahrzehnte aufgebauten Know-how im Bereich Embedded Computer Technologie.

    Das zweite Halbjahr war zusätzlich von einem außergewöhnlich hohen Auftragseingang geprägt, so dass zum Jahreswechsel 2010/2011 ein Rekord-Auftragsbestand die Bücher füllt. Dieser Auftragsbestand beinhaltet sowohl langfristige Liefervereinbarungen mit unseren Kunden über bestehende Produkte, als auch die Beauftragung zur Entwicklung neuartiger, strategisch bedeutsamer Produktlinien für die Bereiche Automaten-, Kommunikations- und Medizintechnik.

  23. 18/06/2015 - Martin Steger wird zum Manager des Jahres gewählt

    Das renommierte Branchenmagazin Markt&Technik hat Martin Steger, Geschäftsführer ies GmbH & Co. KG, als Manager des Jahres 2015 ausgezeichnet.

    Mehr als 3000 Leser hatten im Zuge des Online-Votings auf elektroniknet.de in insgesamt sechs Kategorien die jeweils besten Manager des Jahres gewählt: Halbleiter, Elektromechanik, Stromversorgungen, Embedded Systems, Automation und Messtechnik. Anlässlich des erstmals veranstalteten »Markt&Technik Spitzentreffens« der Elektronikbranche in Bad Wiessee am Tegernsee wurde Martin Steger der Preis in der Kategorie »Embedded Systems« im Rahmen einer Abendgala überreicht.

    Im gleichen Jahr wird Martin Steger für den Unternehmerpreis Südwestfalen nominiert und als einer der drei besten Manager ausgezeichnet. Damit gingen gleich zwei Unternehmerauszeichnungen an Martin Steger - das kommt wahrlich nicht alle Jahre vor.

  24. 23/02/2016 - Aus ies wird iesy

    Nach 50 Jahren ies bricht mit der Umbenennung in iesy eine neue Epoche an. Das Einfachheitsversprechen hinter iesy wird zur Handlungsmaxime des gesamten Unternehmens. Das neue Motto "Das ist einfach. Das ist iesy." wird zur Handlungsmaxime. Mit dem neuen Namen einher geht auch ein neues Corporate Design, das die Historie von ies mit der Zukunft von iesy verbindet.

    Zudem markiert 2016 eine weitere Besonderheit: Für das Startup BeagleCore entwickelt iesy ein Open Source Hardware Modul auf Basis des BeagleBone Black, das gerade einmal so groß ist wie eine Schmuckbriefmarke.