Universelle IoT-Lösung

Hardwarenaher IoT-Standard für Embedded Systeme der SGET

8. Februar 2018

Für den flächendeckenden Einsatz von Internet of Things Anwendungen braucht es einen möglichst universellen Baustein, der die Verbindung zwischen Hardware und Cloud herstellt und im besten Fall standardisiert, ohne zu beschränken. Genau diese Lücke schließt der Universal IoT Connector (UIC) der SGET. 

Während bisherige Lösungsansätze oftmals auf die reine Kommunikation sowie deren Absicherung abzielen und somit auf die Ausführungsschichten oberhalb des Hardwarelayers, wo es um die Anwendung geht und damit um den offensichtlich Nutzen stiftenden Teil von IoT Lösungen, verfolgt UIC einen weitreichenderen Ansatz. 

Konkret besteht der Universal IoT Connector aus drei Funktionsblöcken: Dem Embedded Driver Module (EDM) Interface, das die verbundene Hardware-Peripherie über eAPI-Treiber ansteuert, also Sensoren, Aktoren oder Embedded Module, wie beispielsweise Qseven oder SMARC. Der zweite Funktionsblock ist der Project Configuration Provider, der einen Konfigurationsmechanismus für Embedded Systeme mit eventbasierter Datenübertragung bereitstellt. Hier wird geregelt, welche Peripherie angesteuert werden soll, wie Rohdaten verarbeitet und wann und wie oft Daten zum Server übertragen werden. Als dritter Funktionsblock ist der Communication Agent für die Kommunikation mit einem (Cloud-)Server verantwortlich, also für das Senden und Empfangen von Daten bzw. Events. Ein Vorteil dieses Ansatzes: Die Konfiguration wird automatisch abgerufen und eine sichere Datenverbindung initialisiert. Es ist keine Portfreischaltung notwendig, da die Kommunikation vom Gerät as geöffnet und gesichert wird. 

Als Gründungsmitglied der Standardisierungsgruppe SDT.04 der SGET, die für die Standardisierung von UIC verantwortlich zeichnet, war und ist iesy an der Entwicklung des offenen Standards beteiligt. Ansgar Hein, Head of Innovation & Communication bei iesy und Secretary der UIC-Entwicklergruppe, erläutert die Vorteile von UIC: "In der Praxis besticht UIC durch seinen offenen Ansatz: Abhängig von der Konfiguration kann Amazons Web Service (AWS) über MQTT von einem Qseven Modul ebenso kommunizieren, wie ein COM Express Modul mit Microsoft Azure Cloud über XRCE bzw. umgekehrt." Das Besondere, so Hein, ist die doppelte Abstraktion, die eine besonders flexible Herangehensweise ermöglicht. "Für uns als Systemhaus für Embedded Computing ist es wichtig, dass wir einen plattformübergreifenden und offenen Ansatz verfolgen, um so den Zugriff von zahlreichen Hardwarekomponenten unterschiedlicher Hersteller mit Hilfe einer breiten Palette an Protokollen von MQTT bis OPC/UA , etc.) auf eine stetig wachsende Anzahl unterstützter Cloud-Plattformen zu erreichen." Die Veröffentlichung von UIC ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

UIC-Framework unter MIT-Lizenz auf GitHub: https://github.com/sgetuic/UIC.net/

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